Der Geisterblog

14.06.2026 12:32
#1
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Hallo zusammen,

am 06.06.2026 habe ich nach einer langen Wartezeit endlich meine Kove 800x Pro, Modelljahr 2026, in Weiß vom Händler
abholen können.
Ich dachte mir, ich fange hier einen Blog an um zu dokumentieren was mir an meinem Motorrad auffällt, was ich verändere, Reparaturen
usw.
Es können auch gerne Fragen gestellt werden.

Schöne Grüße, Reinhard.


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14.06.2026 12:42
#2
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Bei der ersten Fahrt vom Händler nach Hause ist mir speziell auf den ersten Kilometern aufgefallen das der Motor nur widerwillig Gas annimmt.
Ich dachte mir, der Motor ist nagelneu, noch nicht richtig warm und vermutlich extrem mager abgestimmt, das hat sich auf der ca. 150 km langen Fahrt
tatsächlich gebessert.
Ein paar Tage später ist mein HP Corse SP-1 Auspuff eingetroffen, ich konnte es nicht erwarten und habe ihn sofort montiert.
Auf der ersten Fahrt mit dem neuen Auspuff hatte ich wieder das selbe Problem, eine widerwillige Gasannahme.
Am nächsten Tag bin ich wieder mit dem Motorrad gefahren und die Gasannahme war deutlich besser.


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14.06.2026 12:47
#3
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Was mir auch noch aufgefallen ist, beim 26er Modell ist der Ruck beim Lastwechsel verschwunden, auch bei sehr langsamer Fahrt im Gelände kann ich keinen
Ruck feststellen.


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14.06.2026 13:05
#4
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Gestern, am 13.06.2026 habe ich den ersten Ölwechsel gemacht.
Ich habe mir die beiden Metallsiebe und den Papierfilter genau angeschaut, außer ein paar kleinen Alupartikeln, vermutlich Rückstände von der Produktion
konnte ich nichts finden. Jetzt habe ich Fuchs 10W-50 vollsynthetisches Öl eigefüllt, ich bilde mir ein das Getriebe lässt sich jetzt etwas weicher schalten.


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18.06.2026 20:25
#5
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Mal ein Foto von meiner Kove mit dem HP-Corse.


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13.07.2026 09:24
#6
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Mir ist schon bei der Fahrt mit dem Vorführer aufgefallen das die Gabel relativ schlecht anspricht, auch hinten wurden kleinere Unebenheiten nicht besonders gut gefiltert.
An der Gabel habe ich als erstes HKS GGV soft probiert, was eine gewisse Verbesserung bringt.
Mir ist auch aufgefallen, das Motorrad hat im Serienzustand unbelastet reichlich negativen Federweg.
Wer sich schon mal etwas genauer mit der Einstellung von einem Fahrwerk befasst hat weiß, speziell bei einer Hinterradfederung mit Umlenkung, je tiefer das Heck in der Progression hängt, je härter fühlt es sich an. Das hat erst einmal nichts mit
Dämpfung und Härte der Feder zu tun.
Wenn man die Feder weiter vorspannt hebt es das Heck nur weiter aus der Progression.
Die von der Umlenkung erzeugte Progression hat den Sinn, am Anfang des Federwegs arbeitet die Federung weich, je weiter das Hinterrad einfedert je stärker ändert sich die Übersetzung in Richtung Hart, was ein Durchschlagen verhindern soll.

Also habe ich das Federbein etwas weiter vorgespannt und dabei beobachtet ob noch ausreichend negativer Federweg da ist.
Die Gabel habe ich um 3 Ringe weiter vorgespannt. In der Gabel wird die Progression durch eine veränderte Dämpfung über den
Federweg und vielleicht auch über eine progressiv gewickelte Feder erzeugt.
Das ist bei jeder Gabel anders, bei primitiven Gabeln wird bei der Dämpfung kaum oder kein Aufwand betrieben.
Bei der Pro 800x ist eine relativ hochwertige Gabel verbaut, genaueres weiß man aber erst wenn man die Gabel zerlegt.

Meine Maßnahmen zeigen doch eine gewisse Wirkung, das Fahrwerk arbeitet sensibler, speziell abseits der befestigten Wegen
kann ich jetzt komfortabler und zügiger fahren und den Lenker etwas lockerer halten.

Ein positiver Nebeneffekt, das Motorrad steht jetzt stabiler auf den Seitenständer.


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14.07.2026 07:36
#7
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Die Vorspannung des Federbeins stellt nur die Höhe ein, die Umlenkung bleibt davon unberührt.

"Hat irgendjemand Ideen? Ausgefallene? Eingefallene? Umgefallene? Überhaupt nicht gefallene?"


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14.07.2026 12:51
#8
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Ich korrigiere meine Aussage:
Die Vorspannung ändert die Länge des Federbeins bei gleicher Beladung.
Dadurch ergibt sich ein leicht anderer Winkel in der Umlenkung.
Ob das wirklich signifikant in der Progression ist,
Da würde ich ein Fragezeichen dran machen.

Bei der 450er kann man gut sehen, dass da grenzwertig weiche Federn (vorne wie hinten) drin sind und trotzdem das Fahrwerk bockig ist.
Das liegt definitiv an der Abstimmung der shims und nicht an der Feder oder deren Vorspannung.
Fahrwerk zum Tuner geben, die können das.

Aber ja, die Karre etwas höher in der Federung zu fahren tut meistens gut.

"Hat irgendjemand Ideen? Ausgefallene? Eingefallene? Umgefallene? Überhaupt nicht gefallene?"


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14.07.2026 18:42
#9
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Natürlich ist das was ich gemacht habe eher Feintuning, kostet aber nichts und hat einen gewissen Effekt.
Mir hat das Fahrwerk abseits der Straße einfach zu stark geschüttet und auch auf der Straße war es mir zu unsensibel für die relativ langen Federwege.


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Gestern 21:52
#10
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Fahrwerke richtig beurteilen und Einstellen ist eine ganz schwierige Sache und erfordert sehr viel Erfahrung.
Beispiel 1. Fahrwerk fühlt sich hart und unsensibel an. Logische Ursache 1: Feder oder Druckstufenämpfung zu Hart, Unlogische Ursache 2: Feder zu weich und gleichzeitig Zugstufe zu Hart.
Bei Beispiel 2. Federt das Rad ein und ist beim Ausfedern zu langsam, nächster Stoß kommt Rad ist noch nicht ganz ausgefedert usw. usw.. Das führt dazu, daß die Federung immmer mehr einsackt und dadurch Härter wird obwohl eigentlich zu weich und falsche Zugstufe eingestellt.
Das zeigt wie komplex das ganze sein kann.
LG Sven


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Heute 07:30
#11
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Die Zugestufe am Federbein beeinflusst die Druckstufe.
Macht's nochmal komplizierter.

"Hat irgendjemand Ideen? Ausgefallene? Eingefallene? Umgefallene? Überhaupt nicht gefallene?"


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