Ideen zum IAC Ventil
#1
Moin zusammen,
meine Überlegung dürfte die Rieju 307 und die Kove 450 gleichermaßen betreffen.
Weil ich vermute, dass das Thema hier mehr Leser findet, platziere ich es hier.
Zumindest bei der 307 ist es so, dass die Maschine zufriedenstellend läuft, wenn das IAC bei warmem, laufenden Motor abgezogen wird.
Dieses hier ist verbaut.
Wird es ohne Zündung abgesteckt, hat der Motor keinen Leerlauf und muss per Drosselklappenanschlag nachjustiert werden.
Also muss es beim Ventil eine optimale Öffnung geben, wo der Luftdurchsatz für alle Drehzahlbereiche OK ist.
Hat schon mal jemand probiert das IAC durch ein rein mechanisches Ventil zu ersetzen, das einmal mit Stellschraube passend justiert wird?
Irgendwo macht es zwar fast das selbe, wie das Verstellen des Drosselklappenanschlags aber man kommt leichter ran ...
Einzige Schwierigkeit ist, den passend Luftdurchlass zu ermitteln, damit das Ventil auch wirklich im passenden Regelbereich arbeitet.
Erdigen Gruß
MM
Du kannst dir auch für 10 Euro ne komplette Steuerung selber bauen und damit das Teil selber steuern, alles kein Problem
IAC Controller
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#3
#4
Im Thema habe ich jetzt den "mechanischen Ansatz" weiterverfolgt - einfach, weil es weniger Aufwand erfordert.
Auch das Internet sagt, dass das IAC im Prinzip die gleiche Funktion hat, die die Leerlaufluftschraube beim Vergaser erfüllt.
Deshalb ist der Plan, sie genau durch so etwas zu ersetzen.
@NO1 schrieb schon mal irgendwo, dass der Durchlass des IAC zu groß ist, um überhaupt irgendwas sauber einzustellen.
Wenn man sich die Dimensionen im Vergleich zu einer Schraube zur zur Leerlaufluft- bzw. -gemischregulierung ansieht, mehr als plausibel.
Darum wird die elektronische Variante mit dem originalen IAC Ventil bestenfalls sehr ungenau.
In der Hoffnung, damit feiner regulieren zu können, habe ich mir jetzt ein Ventil aus dem Pneumatikbereich bestellt.
Das werde ich an Stelle des IAC einsetzen und dann mit der klassischen Prozedur einstellen:
Leerlauf so niedrig wie eben möglich drehen und Ventil so lange einstellen, bis dort die maximale Drehzahl erreicht ist.
Abschließend wieder einen Hauch in Richtung "fett" und dann passt es hoffentlich ...
... danach natürlich den Drosselklappenanschlag wieder auf normale Drehzahl hoch regulieren.
Das Ventil trifft voraussichtlich kommende Woche ein - ich werde berichten, ob der Plan aufgeht.
Gruß MM
Was ich bei dem durcheinander von der Rückmeldungen immer noch nicht klar habe ist, ob die Rieju vernünftiges Standgas hat wenn wann das Ding heiss abzieht und dann einstellt. Hat das jemand geschafft und ist zufrieden damit ?
Wenn sie das nicht hat, ist da noch was anderes faul. So wie ich das anhand der Beiträge verstanden habe sitzt der IAC ja in einem Schlauch der dann wohl die Drosselklappe überbrückt. Vielleicht man dieses Ventil eher sinn zusätzlich um den Regelbereich und die Nebenluft zu reduzieren.
Wie gesagt bei der Kove funktioniert das völlig problemlos. Egal ob kalt oder warm das Ding läuft.
#6
Moin,
Dein Grundverständnis ist richtig:
Ab LuFi gibt es einen Schlauch, der in den Ansaugtrakt bis hinter die Drosselklappe überbrückt
In diese Überbrückung ist bei der 307 ein Block zwischengeschaltet, in dem das IAC wohnt.
Aus Interesse habe ich das IAC ausgebaut und mir das Verhalten beim Einschalten der Zündung angeschaut:
Im kalten Zustand fährt das Ventil vor Motorstart sehr weit (komplett?) auf.
Bei Ausschalten der Zündung fährt es komplett zu, um dann im letzten Schritt wieder minimal zu öffnen.
Nach meiner Erfahrung lässt sich bezüglich Ansprechverhalten ein gutes Ergebnis erzielen,
wenn kalt die Zündung eingeschaltet wird und sobald das Ventil Zeit hatte in seine Start-Position zu fahren, der Stecker abgezogen wird (einfach warten bis das Mäusekino den Selbsttest abgeschlossen hat)
Was jetzt folgt sind nicht überprüfte Schlussfolgerungen!
Das IAC fährt in den gleichen Zustand (vollständig offen), wenn der Motor betriebswarm ist.
Das ist der beste Zustand, um es außer Betrieb zu setzen.
Sofern es dann nicht abgesteckt (deaktiviert) wird, hat es nur noch negative Auswirkungen ...
... die Ansteuerung durch die ECU passt aufgrund der sehr groben Regelung aus dem Automobilbereich (für größere Hubräume) nie und liefert bezüglich Motorlauf unvorhersehbare Ergebnisse.
Den optimalen Arbeitspunkt kann das IAC darum konstruktionsbedingt nie erreichen.
Auch wenn die Leerlaufluft so wie von mir vorgeschlagen nach dem Vergaserprinzip fest eingestellt ist, sollte das nach meiner Annahme um Lichtjahre besser laufen, als die Holzhammermethode, die Rieju werksseitig liefert.
Moin, entschuldige im Voraus falls ich was falsch verstanden oder überlesen habe.
Ich habe an meiner 2025er Kove 450 mit Euro5+ soweit alles Original was Motor und Abgasanlage sowie Luftfilter und ECU betrifft, wenn ich es richtig Verstanden habe läuft diese ja zu mager.
Nun habe ich im ausgeschaltet Zustand (zusätzlich Batterie abgeklemmt) den Stecker für das Ventil ausgesteckt, lese ich das richtig das dies dazu führt das der zusätzliche Luftkanal geschlossen ist und ich fetter laufen müsste?
Anspringen tut sie bei den aktuellen Temperaturen zumindest kalt super, warm noch nicht getestet, Drehzahl ist auf 1800 gesunken im kalten.
Da ich viel unter 40kmh mit ihr unterwegs bin, ist mein Ziel dass das Ventil den Luftkanal geschlossen hält, damit sie etwas fetter läuft.
Danke!
Schau mal in diesen Beiträgen da ist das Thema in Gänze vor und zurück diskutiert worden : IAC 1800 ist etwas zu wenig für den Motor der mag lieber etwas mehr ...
Du kannst auch noch mal das Coober Mapping probieren das ist etwas fetter und funktiobiert auch passabel mit der originalen Airbox. Wobei die Airbox fürs Offroadfahren wirklich keine gute Lösung ist.
#9
#10
@Zahnbuerschtl hat sich zuerst tiefer ins Thema begeben;
ich habe Seinen Ansatz heute ebenfalls erfolgreich umgesetzt.
Wenn das unvorhersehbar regelnde IAC Ventil durch ein mechanisch fest eingestelltes Ventil ersetzt wird, bekommt die Rieju plötzlich ein schönes Ansprechverhalten.
Grundprinzip - beide Schläuche vom IAC werden abgezogen und es wird an der Stelle ein manuell regelbares Ventil dazwischen gestöpselt.
Wenn einmal richtig eingestellt, hat der Motor plötzlich das Ansprechverhalten, was wir uns alle ab Werk gewünscht hätten.
Zitat Zahnbuerschtl:
Saugrohrdruck halte ich inzwischen für ziemlich nichtssagend.
Nach allem, was ich durch Recherche und Versuch gelernt habe: schau beim Einstellen auf Short Term Fuel Trim (Leerlauf heißer Motor grob zwischen 0 bis maximal +10%, das pendelt ja immer)
Das ganze bei eher moderatem Drosselklappenwinkel, sonst magert sie obenrum ab. 14,5 scheint bei mir gut zu funktionieren. 15,3 waren obenrum zu mager.
Dann bei der Probefahrt auf die Livedaten schauen. In der Teillast / mittlerer Drehzahlbereich sollte Fuel Trim nicht zu hoch sein (geschätzt maximal +10%), sonst ist das ein Indikator für zu viel Luft und macht später dann Probleme unter Volllast über 6000 Umdrehungen.
Kann ich so bestätigen.
Plötzlich hat die 307 ein -fast- mustergültiges Fahrverhalten
Gruß
MM
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