Vorstellung & Fragen zwecks Kaufentscheidung
#1 Vorstellung & Fragen zwecks Kaufentscheidung
HALLO AN ALLE 
Ich habe mich vorhin hier angemeldet. Ich war letztens mehr zufällig bei einem Kove-Händler (BSN-Racing in Burgthann bei Nürnberg), eigentlich habe ich ein Rabaconda abgeholt... aber mir eben auch die Kove-Motorräder angeschaut, speziell 800 und 450 Rally. Sonst fahre ich (oder versuche es zumindest) "technisches HardEnduro" mit Beta RR300 Racing und Beta Xtrainer 300. Ansonsten habe ich noch eine GasGas ES700, hauptsächlich um auch mal legal auf der Straße unterwegs zu sein. Die nächsten Jahre wollte ich aber auch mal Enduro-Touren a la TET fahren. Grundsätzlich ist die GG ein tolles Motorrad und ich fahre sie gerne... Geplant war über den Winter noch die Montage eines RadeGarage Towers/Verkleidung + Zusatztank 6l, beides zusammen sind ja auch noch mal rund 1800 Euro. Nach einer kurzen Sitzprobe hat es mir die 450er Rally schon angetan, für eine Probefahrt war es leider zu kalt und ich hatte auch keine Zeit/Helm usw. Gewichtstechnisch liegen GG und Kove ja beide erst mal fast gleich mit 146 zu 145 kg, trotzdem wirkt die GG irgendwie "fetter"... Als HardEnduro-Fahrer fühlte ich mich auf der Kove sofort wohl/heimisch! Verkleidung und Tank würden bei der GG wohl noch ca. 3-3,5kg ausmachen, also gesamt max. 150kg, auch noch voll ok. Leistungstechnisch sind die 75PS/693ccm/73,5Nm der GG natürlich nicht wirklich mit der Kove zu vergleichen... Kommt von euch vlt. auch jemand von der KTM690/HQV701/GG700, was hat bei euch den Ausschlag für den Umstieg gegeben? Habt ihr den Umstieg bereut bzw. würdet ihr wieder umsteigen? Wie nutzt ihr die Kove, fahrt ihr wirklich alle Rally? Wie tauglich für die Straße haltet ihr die Kove? Gelegentliche Touren? Damit meine ich jetzt keine Reisen mit erst mal 1500km Autobahn nach Rumänien, dafür habe ich einen Anhänger! Wartungsintervalle sind mir egal... Hat jemand seine Kaufentscheidung bereut? Warum? Oder würdet ihr wieder die Kove kaufen? Wer hatte Garantiethemen und wie wurden diese von Kove behandelt? Langer Test und viele Fragen... - aber das Thema/Motorrad lässt mich nicht los mom.! Warten würde ich dann sowieso auf eine 26er. DANKE EUCH & VG Mario
#2 RE: Vorstellung & Fragen zwecks Kaufentscheidung
Ich hatte eine KTM 690 vor der Kove auch mit Rade etc. Die Motorräder sind grundverschieden vom Fahrverhalten. Die KTM fühlt sich schwerer an obwohl das Gewicht sehr ähnlich ist. Vom Handling und der Positionierung des Fahrers ist die Kove deutlich angenehmer und besser zu fahren. Du kannst mir ihr deutlich einfacher und schneller Offroad fahren. Die Kove ist deutlich näher vom Fahrverhalten und Motorcharakteristik an einer KTM 350 EXC.
Der grosse Pluspunkt der 690 ist die Legalität und die Motorleistung. Das Fahrwerk der KTM ist Mist und an das Kove Fahrwerk muss man auch ran wenn man nicht Highspeed fährt. Die Kove fährt legal nicht wirklich gut, man merkt das das ursprünglich alles nicht darauf ausgelegt war und die Leistung ist für die meisten am Anfang ungewohnt mau, aber realistisch völlig ok. Der Wow Effekt fehlt halt leider komplett den eine 690 immer bietet.
Was klar für die Kove spricht, ist die Schrauberfreunlichkeit, wenn du selber was machen kannst gibt es nur wenige Moppeds wo es dir so einfach gemacht wird. Ersatzteile sind sehr günstig und problemlos zu bekommen. Wenn wirklich mal der Motor gemacht werden muss, kaufst du dir einen neuen für 1500 Euro und steckst den um. Kein Grund viel Geld bei einem Instandsetzer zu versenken. Aber inzwischen kann man wohl sagen das das Mopped Grundsolide ist und funktioniert. Bis es richtig gut wird bedeutet aber auch einiges an Zeit und Arbeit und auch noch Geld on top und mit legal ist es dann auch vorbei.
Was ich hier so sehe gab es ein paar Kleinigkeiten hier und da,z.B. USB defekt, Relais defekt fürs Licht, Batterie defekt, Laderegler defekt. Bei meiner sind nur Aufkleber relativ schnell von selber teilweise abgefallen. Drehmomentschlüssel scheint es in China auch nicht zu geben. Fast alle Schrauben sind viel zu fest angezogen. Motormapping können sie auch nicht wirklich.
Ich fahre nur Hobby Veranstaltungen mit der Kove wo es keine Rolle spielt ob das Teil legal ist, oder in Ländern wo das auch keine Rolle spielt. Du kannst aber relativ schnell umstecken so das du zu einem Zustand kommst mit dem man bis auf Deutschland eigentlich überall fahren. Dann fährst du mit offener Airbox, Auspuff mit E Nummer und z.B. Coober ECU damit läuft sie auch gut.
Alle drei die mit mir auf dem Foto zu sehen sind haben inzwischen ihre 690 vekauft und ersetzt. Einmal Kove 450, Kove 800X Rallye und eine KTM 450 EXC.
IMG-20230717-WA0026.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
ich kann die ausführungen von no1 unterstreichen.
meine historie ist ein wenig anders:
bin auch gerne hardenduro gefahren (nicht erfolgreich, aber trotzdem
) und hatte mir die tuareg rallye
2025 auf die todo-liste geschrieben.
mangels potentem langstreckenfahrzeug (hab sonst nur eine x-trainer oder trialer) musste also was her.
ich bin eine für rallye umgebaute 690er gefahren. wunderschönes bike, aber für mich mit meinen kurzen
beinen unmöglich länger im stehen zu fahren, wegen der breiten sitzbank. zudem fühlt die sich beim
fahren "plump" an.
die probefahrt auf einer KTM rally replika war da schon besser, ergonomie toll, leistung für mich viel zu viel,
aber unmöglich auch nur ansatzweise legal in europa zu bewegen.
und ich wollte nicht noch ein motorrad im eck stehen haben, dass nur für ausgesuchte veranstaltungen
zu fahren ist.
also, kove im frühjahr 2024 probegerollt, nach ein paar metern war klar: die isses!
in summe: passt mir wie ein handschuh, fühlt sich beim fahren super handlich an.
selbst auf der strasse macht mir die karre jedesmal unglaublich freude.
die tuareg rallye hat sie problemlos überstanden. ist ein zuverlässiges, schrauberfreundliches
bike mit sehr geringen ersatzteilpreisen und wartungskosten. dank dieses forums hier ist auch
die community gut vernetzt.
vom enigneering her gibt´s sicher dinge, die hätten besser gelöst werden können. auch mehr drehmoment
unten raus würde bei mir auf der wunschliste stehen, bin ich doch mit meiner 300er 2T oder von der 450 EXC
kommend es gewohnt mit ein bisschen gas das vorderrad anzuheben.
wie von no1 auch beschrieben: ein paar modifikationen sind notwendig um aus einem "ganz okay" euro5 mopped
ein "ganz gut" mopped zu machen. ist aber am ende kleinkram, für kleines geld und mit überschaubaren
aufwand zu lösen.
um es noch einmal zu unterstreichen: die euro5 version aus der kiste lässt sich gut fahren. man ist völlig legal mit rund
40 ps auf einem (ich finde) bildhübschen mopped unterwegs. rückblickend würde ich den anderen endttopf (arrow)
und ein überarbeitetes fahrwerk (zumindest neue gleitbuchsen und öl) als "must do" sehen, der rest ist imo optional.
ja, würde ich sofort wieder kaufen, best buy so far!
womit ich hadere: die motorcharakteristik ist erheblich anders als das, was ich bisher gewohnt bin. der motor läuft
zwischen 6k und 8k super geschmeidig, der fühlt sich bei hoher drehzahl unglaublich wohl. aber untenraus ist da
wenig, das motorrad fühlt sich kraftlos an. das ist für mich ungewohnt und unerwartet.
der motor "plöppt" hingegen selten aus. trotz geringem drehmoment ackert der auch bei niedriger drehzahl tapfer
weiter und arbeitet sich dann in der drehzahl nach oben.
ich hab das inzwischen zu schätzen gelernt. besonders nach einem langen fahrtag, wenn man schon "durch" ist
hilft das, nicht versehentlich bei einer schlüsselstelle von der karre abgeschmissen zu werden.
long story short:
solange man die karre am rollen halten kann, ist alles schick. grobe richtung einstellen, mutig am gas bleiben und
den rest das fahrwerk machen lassen ist inzwischen meine methode. mit dem ding wie mit einer sportenduro zu
fahren wird dich enttäuschen.
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